Elektrische Installationen in deutschen Altbauten stammen häufig noch aus den 1950er bis 1980er Jahren. Diese Altinstallationen entsprechen nicht mehr den heutigen Sicherheitsstandards und sind eine der häufigsten Brandursachen in Wohngebäuden.
Typische Probleme alter Elektrik
Überlastete Stromkreise: In Altbauten sind oft nur 2–3 separate Stromkreise für das ganze Haus vorhanden. Moderne Haushalte mit E-Herd, Spülmaschine, Trockner, E-Auto-Ladestation und Klimageräten brauchen deutlich mehr — Überlastung führt zu erwärmten Leitungen und Brandgefahr.
Fehlende FI-Schutzschalter: Bis 1984 war die Nachrüstung von Fehlerstrom-Schutzschaltern (FI/RCD) nicht Pflicht. In Altbauten ohne FI-Schutzschalter fehlt der lebensrettende Kurzschlussschutz.
Alte Verdrahtung: Gummiummantelte Leitungen aus Gebäuden vor 1970 werden im Laufe der Zeit spröde und können Isolationsschäden entwickeln.
Wann ist eine Erneuerung sinnvoll?
Bei einer Küchen- oder Badrenovierung ist der Zeitpunkt ideal für eine Elektroerneuerung. Wenn Sicherungskästen überfüllt wirken, bei jedem zweiten Gerät eine Dreifachsteckdose nötig ist, oder der Strom bei Belastung ausgeht — dann ist eine Modernisierung fällig. Kosten: 80–150 € pro m², bei einem 100-m²-Haus also 8.000–15.000 €.
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